#99 Galapagos Inseln – mit Evolutionsbiologe Dr. Matthias Glaubrecht
Shownotes
Host Dominik Hoffmann und Luxusreisenexpertin Lara sprechen mit Evolutionsbiologe und Bestsellerautor Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, der in seiner Funktion als Reiseleiter die wunderbar Galapagos Rundreise begleitet.
Die Themen: Forschungsarbeiten u.a. von Irenäus Eibl-Eibesfeldt; Schutzgebiet seit 1959; Naturlaboratorium; Die berühmten Darwinfinken, Tiere hautnah erleben; Faszinierendes Quito auf 2.800 Höhenmeter; Natürliche Selektion und Evolutive Sichtweise auf die Natur; Vier Inseln sind bewohnt; An Bord der kleinen Yacht Coral I; Riesenschildkröten; Tiere entdecken auf geführten Forscherpfaden; Tourismus unterstützt den Erhalt des Naturschutzparks; Besondere Tierbegegnung mit einer Meeresechse
Zur Galapagos Rundreise: https://www.windrose.de/de-de/galapagos-rundreise
Jede Menge Reiseinspiration gibt es auf www.windrose.de oder über unseren Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/windrosefinesttravel/
Transkript anzeigen
00:00:01: Die waren schon da, als ein Protugalapagos entstanden ist vor zehn Millionen Jahren.
00:00:06: Das Erstaunliche ist ja die ältesten Inseln, die wir heute sehen sind drei Millionen Jahre oder vier Millionen Jahre alt.
00:00:12: Die Meeresexten, die sind schon vor zehn Million Jahren entstanden.
00:00:15: Es gab nämlich bei oder da wo heute Galapagoss ist schon andere Inselnen, die inzwischen längst im Meer vergangen sind.
00:00:23: also insofern all das kann man sehen wenn man solchen Meeresexen auf Fernandina zum Beispiel zu sieht.
00:00:35: Herzlich Willkommen zum Windrose Luxus Reisen Podcast.
00:00:38: Mein Name ist Dominic Hoffmann und ich bin verbundene mit Luxusreisendexpertin Lara, unserem heutigen Gast, Evolutionsbiologe und Bestsellerautor Prof.
00:00:47: Dr.
00:00:47: Matthias Glaubrecht.
00:00:49: Hallo Herr Glaubricht!
00:00:50: Ja hallo!
00:00:53: Guten Morgen!
00:00:54: Ganz besonderen Gast heute.
00:00:55: Herr Glaubrecht, wir freuen uns sehr dass Sie da sind.
00:00:57: Wir haben das vergnügen die nächsten twenty-fünf Minuten über eine zwölftätigige Gruppenreise zu sprechen Die bei Windrose den Namen trägt Galapagos Equador Arche Noir.
00:01:09: Die wird auch unter ihrer Leitung begleitet, gereist.
00:01:13: Das ist hochgradig spannend.
00:01:15: Ich habe es leider noch nicht gemacht würde ich natürlich wahnsinnig gerne und ich glaube, wir können auch die nächsten Minuten jetzt da zu nehmen.
00:01:21: Das ist sowohl ich als auch unsere Zuhörenden weil.
00:01:24: Lara war natürlich schon mal auf den Galapagos Inseln würde aber glaube ich auch noch einmal mitkommen.
00:01:27: Lara oder du würdest auch nochmal?
00:01:28: Also
00:01:29: ich würde nicht nein sagen.
00:01:30: Würdest nicht Nein sagen.
00:01:31: Okay, verstehe.
00:01:32: War ein Traum Ja.
00:01:34: Bevor wir bevor wir reingehen, bevor wir auch den Verlauf der Reise besprechen wie oft Herr Glauberich waren sich schon auf den galapagost inseln Und vielleicht auch wann zum ersten Mal?
00:01:44: Ja erstaunlich genug, ich bin jetzt fast ein Dutzendmal auf Galapagos gewesen.
00:01:48: Hätte ich am Anfang auch nicht gedacht Ich bin wie die Jungfrau zum Kind gekommen und zwar über Bekannte und die berühmten drei Ecken.
00:01:57: weil jemand gefragt hatte ob ist denn nicht jemanden gelbe, der in Ersatz eines sehr berühmten Biologens, der bisher die Reise immer begleitet hatte.
00:02:06: Nämlich Irenaeus Ibisfeld ganz bekannt weil er für Galapagos auch eine zentrale Rolle spielt.
00:02:12: ich würde jetzt mal behaupten es gäbe Galabagos und die Reisen in dieser Form hätte es damals solche Leute wie Heinz Silmann, Hans Haas und eben Ireneus Eibelsfeld nicht gegeben.
00:02:26: Denn die haben durch ihre Filme und durch ihre sehr frühen Forschungsarbeiten auf Galapagos – wir reden jetzt über die Fünfzigerjahre – entdeckt dass diese Inseln, die damals kaum besiedelt gewesen sind am Ende der Welt das die was ganz Besonderes sind weil die Tiere da sehr zutraulich sind.
00:02:42: Die Insel waren wie gesagt kaum besidelt sie hatten kaum Kontakt zum Menschen Und das war eine einmalige Situation auf der ganzen Erde Und Eibel-Albisfeld hat dann alles Mögliche probiert.
00:02:52: Er hat bei der UN, der UNESCO für den Schutzstatus geworben und tatsächlich ist Galapagos eben sehr früh neunundfünfzig schon unterschutzgestellt worden.
00:03:03: und ich glaube alles was wir heute auf diesen Reisen erleben verdankt sich eben der Tatsache dass die Inseln so früh unterschutz gestellt wurden bevor man sie sozusagen für den Tourismus entdeckt hat und bevor auch die Besiedlung der Insel im Zuge des Tourismus losgegangen ist.
00:03:20: Also insofern ganz wichtig und Ableibesfeld natürlich auch, er war irgendwann einfach mal für solche Reisen zu alt und man hat dann jemanden gesucht und wie gesagt über die drei Ecken ist dann die Idee aufgekommen ich könnte so was machen und es gab im berlin dann die Vorgespräche und ich bin dann dahin und habe gesagt Ich rede ja wieder Blinde von der Farbe, wenn ich selber noch nie da war.
00:03:42: Und dann gab es die Möglichkeit vor der ersten Reise sozusagen einmal dabei zu sein also vor der Ersten selber geleiteten Reise einmal dabei Zu sein in Ruhe alles anzusehen.
00:03:52: und ja und inzwischen sind das ist das jetzt fast fünfzehn Jahre her aber Es macht weiterhin sehr viel Spaß.
00:04:00: es gibt bei jeder reise was neues zu entdecken.
00:04:03: Wow Das glaube ich was man so von den Galapagos Inseln hört.
00:04:07: vielleicht können wir auch zum Einstieg rein gehen Was, Sie haben es ja gerade gesagt.
00:04:12: Ist wahrscheinlich diese isolierte Lage oder das macht eben diese ... Ja, macht es so besonders dass dann Pflanzen und Tierarten dort leben die zum Großteil nirgendwo anders auf der Erde vorkommen?
00:04:24: Das ist das Besondere!
00:04:25: Also für uns ist das, als Evolutionsbiologen ein sogenanntes Naturlaboratorium.
00:04:31: Das heißt wir können anders als Physiker und Chemiker nicht in ein Labor irgendwo an einem Forschungsinstitut gehen und Evolution die Natur nachspielen sondern wir suchen eigentlich in unserer Arbeit immer solche Naturlaporatorien wo die Evolution sozusagen sich über die Schulter blicken lässt also unterschiedliche Stadien von Entstehungsprozessen von Artbildungsprozessen.
00:04:57: Und das kann man auf Galapagos tatsächlich, weil die Natur dort relativ unberührt ist, mustergültig sehen und das wurde auch immer verwendet für Forschung.
00:05:08: Ich kannte Galapakos sozusagen und auch die berühmten Darwin-Finken also eine der Artengruppen, die sich dort aufgefächert haben.
00:05:16: ich kannte sie nicht nur durch den Studium der Biologie, sondern wir haben selber für unsere eigenen Forschung solche Naturlaboratorien gesucht.
00:05:25: Ich selber arbeite so kurios das ist mit tropischen Süßwasserschnecken und die sind sozusagen doppelt isoliert weil sie kommen tatsächlich nur im Süßwasser vor können Ozeane nicht überklären können also auch nicht fliegen Sie können nicht über Land laufen.
00:05:39: sie sitzen also in Flüssen und Seen überall auf der Welt In solchen auch Natur Laboratorien Und deswegen haben Forschungsarbeit eben immer mit den Darwin-Finken auf dem Galpakos Inseln beschäftigt, weil wir gesehen haben was ist bei denen eigentlich passiert?
00:05:55: Wir haben dich dort atengebildet.
00:05:58: Und wir haben dann solche Abbildungsprozesse bei tropischen Süßwasserschnecken im Seen von Sulawesi, auf der indonesischen Insel Sulawesie oder in Thailand in Flüssen oder in Australien in Flüssen untersucht und versuchen eben ähnliche Phänomene auch bei diesen wirbelosen Tieren zu finden wie sie zuvor bei Wirbeltieren präsentiert worden sind.
00:06:19: Das war natürlich dann auch etwas Vorträgen, das war etwas was Galapagos eben ganz besonders macht.
00:06:26: Aber das ist also sozusagen die spezielle Sicht des Evolutionsbiologen.
00:06:31: für die meisten Reisenden ist natürlich faszinierend dass sie viele viele Tiere ganz buchstäblich ganz hautnah erleben können.
00:06:39: Also es sei denn man ist Profifotograf muss man eigentlich immer eher zurück laufen rückwärts gehen weil die Tiere eigentlich dichter rankommen als man das mit dem Teleobjektiv vielleicht haben möchte.
00:06:52: besondere Situationen auf den Inseln.
00:06:56: Sie werden ja immer verkauft als eine Archenoa, also als ein Tierwelt die sich erhalten hat während sie woanders ausgelöscht ist.
00:07:04: Da stimmt nicht ganz weil es eine besondere Tierwelt ist dies eben nur dort und nirgends woanders gab.
00:07:09: aber sie ist insofern erhalten, weil es uns fast eine idyllische paradiesische Tierwelt zeigt.
00:07:17: Es kommt einem so vor als ob es den Menschen da eigentlich gar nicht gegeben hat.
00:07:21: Tatsächlich haben die Tiere auf den Inseln eben Vorrang und das macht es zu etwas ganz Besonderem also über die Faszination für den Evolutionsbiologen hinaus.
00:07:32: Ja wow!
00:07:33: Lara, dass du das Tierparadies auch ähnlich empfunden?
00:07:36: Ja, absolut!
00:07:37: Also ich kann dem nur zustimmen.
00:07:39: Für mich war der Tat das Faszinierendste wie wenig bzw gar keine Scheu die Tiere vor Menschen haben weil sie neben uns eben nicht als potenzielle Bedrohung war Wie dicht man rankommt, wie dicht die Tiere auch aktiv an einen selber rankommen.
00:07:55: Ich erinnere mich an eine sehr schöne Szene da waren wir in einem Strand spazieren in einer kleinen Bucht mit unserem Grüppchen und da war ein ganz ganz frisch geschlüpftes sozusagen Seelöfenbaby Und das hat sich dann mit aller Kraft über drei riesige Felsbrocken geschleppt sozusagen und dann noch ein Stück über den Sand, weil einer unserer Reisensinn der Kniete da mit ner GoPro Kamera.
00:08:21: Der als er angefangen hat zu filmen sozusagen hatte extra diesen Abstand dem man natürlich immer halten soll zu Valentieren eingehalten.
00:08:28: aber das hat das das Tier überhaupt nicht gestört und es hat sich über den ganzen Sand gezogen bis die kleine Nase an die GoPro stieß Und ich werde das nicht vergessen.
00:08:36: Der hatte Trenn in den Augen natürlich, der Mann... Ich habe das aus ein bisschen Entfernung beobachtet und hab auch gedacht, dass gibt's ja gar nichts!
00:08:42: Man fühlt sich wie eine Disneyprinzessin.
00:08:46: Das ist schon unglaublich.
00:08:47: oder?
00:08:47: du gehst am Albatros-Küken vorbei, das leider mitten auf dem Weg sitzt.
00:08:51: rechts und links sind Büsche durch die du auch nicht gehen willst.
00:08:53: also gehst du relativ dicht vorbei weil die Gruppe muss irgendwie weitergehen und das sitzt da nur und guckt dich neugierig an und es ist schon ganz berührend.
00:09:03: Okay, wow.
00:09:04: Hattest du sowas schon mal?
00:09:05: Du bist ja viel gereist.
00:09:06: Schon mal irgendwo anders?
00:09:09: Nee, auf keinen Fall an dem Ausmaß.
00:09:11: Also wir sind auch viel geschnorchelt vor Ort und da kommen die Tiere tatsächlich zum Teil an und spielen mit dir oder gucken zumindest wer oder was du bist.
00:09:20: Lassen einen unglaublich nah ran ... nee das hab ich noch nirgendwo auf der Welt erlebt.
00:09:25: Wow!
00:09:26: Das heißt Interessierte, die diese Reise buchen möchten dürfen sich auf eine Tierwelt freuen am Land die einzigartiges, so können wir es glaube ich sagen.
00:09:37: So wie ihr beiden das beschreibt... Gehen wir rein, es sind zwölf Tage die ihr unterwegs seid und zwar geht's am ersten Tag los.
00:09:46: Man fliegt nach Quito in die Hauptstadt Ecuador.
00:09:50: Herr Glaubrecht vielleicht ein Wort oder zwei Worte auch zu Quito.
00:09:54: da ist man ja dann auch einen Tag unterwegs.
00:09:55: ich glaube das ist auch ganz gut bevor man dann übersetzt beziehungsweise sich aufmacht Richtung Galapagos-Quito.
00:10:03: wie hat Ihnen das gefallen?
00:10:04: Wie gefällt Ihnen Quito?
00:10:05: Also Kito ist eine ganz faszinierende Stadt, liegt auf zwei tausend achthundert Meter Höhe und man ist ja innerhalb eines Tages.
00:10:12: Das ist ja erstaunlich immer noch!
00:10:14: Man fliegt hier in Europa morgens frühmorgens los Und wir haben dann abends ein erstes Treffen der gesamten Gruppe.
00:10:21: Einige sind ja für Vorprogramme schon vorgereist entweder durch die Anden oder haben andere Reisenteile schon gemacht.
00:10:29: Wir treffen uns dann im Hotel auf einer Dachterrasse mit einem Blick über das nächtliche Kito aufkackt und verbringen dann den nächsten Tag in dieser alten Kolonialstadt Anfang des sechzehn Jahrhunderts, also fifteenhundertdreißig gegründet.
00:10:47: Eine ganz faszinierende Stadt die natürlich ganz mustergültig den Einfluss Europas in diesem Fall Spaniens in Latein Amerika zeigt und das ist schon sehr faszinerend.
00:10:59: wir gehen auch ganz bewusst mit der Gruppe die letzten Jahre sehr gut etabliert.
00:11:07: Wir gehen in ein kleines, sehr feines präkolumbisches Museum mit prä-kolumbianischer Kunst und archäologischen Gegenständen.
00:11:18: Das ist mir deswegen ganz wichtig, weil wir in Europa ja diesen sehr auf uns auf Europa konzentrierten und zentrierten Blick haben und immer denken also das geht erst los die Geschichte geht erst Los mit den Spaniern die da anfangen.
00:11:32: Wir wollen eben eine viertausend Jahre alt zurückgehende Vorgeschichte dieser europäischen Kondensierung des amerikanischen Kontinents auch kurz beleuchten und dazu gehen wir Casa de la Alabado, in der Innenstadt von Quito.
00:11:49: Das ist ein Besuch von eineinhalb Stunden in einem kleinen feinen Museum und man taucht sozusagen buchstäblich durch die Ausstellung gut inszeniert in die Unterwelt ab und man sieht also Ausgrabungsgegenstände, die beleuchten dass diese Region natürlich Hochkulturen hatte.
00:12:04: Also nicht nur die Inka, die übrigens in Ecuador sehr kurz weniger als hundert Jahre gewesen sind.
00:12:11: Die haben sich ja von Peru nach Norden ausgebreitet Teken saßen ja eher in Mexiko und Mittelamerika, die Inkas eher in Peru.
00:12:20: Und haben kurz vor der spanischen Eroberung Klatain Americas erst den Region von Ecuador, von Quito erreicht waren dort also nicht prägend, sondern prägt waren andere uns eigentlich sehr weitestgehend unbekannte präkolumbianische Kulturen die eben wirklich auch Hochkulturen gewesen sind.
00:12:40: Die sehr viele Menschen schon auf engstem Raum ernähren konnten.
00:12:45: All das wird also kurz beleuchtet und insofern haben wir also einen ganz kurzen Eindruck von der Geschichte dieses Landes sowohl vor den Spaniern als auch dann die spanische Kolonialzeit.
00:12:56: Und wir verwenden den zweiten Tag Dann das ist das Kontrastprogramm dazu, dass wir in das Anden Hochland fahren.
00:13:03: Da reden wir über eine trockene kalte Grassteppe so auf viertausend Meter am Fuß des Vulkanes Antisana.
00:13:13: Wir fahren dort hoch, das ist schon ein bisschen so was Druck angeht.
00:13:17: Schon ein bisschen bemerkenswert also selbst die Jüngeren unter uns, die merken dass es uns eigentlich nicht anders geht als den berühmten deutschen Reisen der Alexander von Humboldt auf dessen Spuren wir uns auf den Antisana begeben an dessen Fuß zumindest.
00:13:34: Die Hütte, die Schutzhütte in der er zwei drei Tage dann übernachtet hat.
00:13:39: Das Basislager für seinen Aufstieg auf den Antisaner.
00:13:43: und für mich ist das insofern ein Highlight.
00:13:46: ich hoffe dann auch immer für die Gruppen weil Alexander von Humboldt ja so über den grünen Klee als der geniale Universalgelehrte gelobt wird.
00:13:55: Und wir beleuchten dann dass er zum Beispiel als kleines Kuriosum und mehr sei hier nicht verraten Die Pflanzen diese berühmt geworden sind eben nicht auf dem Timborazo gesammelt hat.
00:14:07: Das ist dieses berühmte Anden-Gemälde, was sich bis zu den Romanen von Daniel Kehlmann über Alexander von Humboldt zieht.
00:14:16: Nicht die Pflanzen vom Timborazzo, die er da gesammelte, sondern es sind viele Pflanzen aus dem Antisana, die eine ganz große Rolle spielen, bis hinzu Aspekten wie... der Veränderung der Vegetation durch den Klimawandel während der letzten Zweihundert Jahre.
00:14:32: Das kann man nämlich aus den Reisetagebüchern und den Aufzeichnungen von Alexander von Humboldt entnehmen, aber und damit sind wir da beim dritten Tag dann fliegen wir am Mittwoch jeweils nach Galapagos und Humboldts großer Fehler war dass er anders als Charles Darwin nie auf Galabagos war.
00:14:53: das war stand nicht auf seinem Programm es hatte auch gar nicht.
00:14:57: und Humboldt, der zwar ein genialer Naturforscher gewesen ist aber ein weniger genialer Denker was eigene Theorien angeht.
00:15:09: Und der Unterschied zwischen der statischen Weltsicht Humboldts und der sehr dynamischen Welt sich die er dann auch Darwin dazu gebracht hat den Evolutionsgedanken auszuarbeiten, das wird eben auf Galapagos deutlich.
00:15:23: und insofern spielt es eine ganz große Rolle für diese Reise zu verstehen was sich da eigentlich geändert hat.
00:15:29: In dem statischen Denken der Zeit um Humboldt und was eigentlich das Neue ist, was Darwin eigentlich entdeckt hat und dass kann man eben an Tieren auf Galabagos dann sehen.
00:15:39: Das sehen wir dann gleich am ersten Tag schon wenn wir uns auf den Weg in den Westen des Archipels machen.
00:15:46: Da ist der Vulcanismus noch sehr jung Und da sind auch kurioserweise dann sehr alte Tiere, nämlich die Meereslegohane zu sehen und an denen kann man wunderbar sowas wie natürliche Selektionen und den Evolutionsdruck sozusagen der auf den Tierenlastet deutlich machen.
00:16:05: Und damit sind wir eigentlich mitten in dieser faszinierenden Reise von bei der ich immer hoffe, dass wir die Reisenden begeistern können für diese evolutive Sichtweise auf die Natur.
00:16:18: Bei der sich er dann zeigt das wir eigentlich als Naturforscher behaupten können, dass die Menschheitsgeschichte eigentlich sozusagen nur die Fortsetzung der Naturgeschichte ist und was es damit auf sich hat, dass erfahren die Reisen denn eben da nicht nur tagsüber in den Gesprächen sondern abends auch durch Vorträge die das beleuchten sollen.
00:16:41: Ich
00:16:41: könnte Ihnen stundenlang zuhören, ich würde gerne direkt weitermachen.
00:16:46: Lara geht es dir ähnlich?
00:16:48: Wir müssen vielleicht vorher noch mal kurz ins Höhentraining, weil ich das so mitbekommen habe ... Es
00:16:52: klingt danach, wobei ich muss sagen.
00:16:54: Ich hab's nicht als so schlimm empfunden.
00:16:56: Aber das ist tagesformabhängig und von vielen anderen... ...ich bin generell öfter mal oben unterwegs in der Weltgeschichte.
00:17:03: Von daher ist es davon vielleicht ein bisschen abhängig.
00:17:05: Ich würde aber vielleicht ganz gerne auch noch meine Frage stellen was mir sehr... sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben ist, wie unterschiedlich diese sehr kleinen, sehr nahe beieinander befindlichen Inselchen sind.
00:17:19: Vielleicht können Sie dazu auch noch mal was sagen?
00:17:21: Weil das fand ich sehr, sehr faszinierend!
00:17:22: Damit hatte ich nicht gerechnet.
00:17:24: Und wie viele Inseln auch bewohnt sind – das wäre eine Frage von mir.
00:17:26: vielleicht können wir das einbauen.
00:17:28: Wir haben so ungefähr einen Dutzend der größeren Inselen und es gibt noch ein paar kleinere in der Umgebung, die man aber bei dieser Reise nicht erreicht.
00:17:40: Vier Inseln sind insgesamt besiedelt und liegen auf einem tektonischen Hotspot.
00:17:47: Das muss man sich wie so ein Schweißbrenner vorstellen, der durch einen Wellblech durchgeht, sich da also nach oben mit ein Loch durchschweißt sozusagen durch die Erdrinne oder durch die Kruste Dieses Phänomen, das der immer wieder anschaltet, dann entsteht so ein Vulkan.
00:18:05: Der bildet heute diese Inseln und dann wandert er die Platte durch kontinental, trifft weiter... Dann geht dieser Hotspot, dieser Schneidbrenner sozusagen wieder an und macht den nächsten Vulkan!
00:18:17: Und so entsteht eine ganze Archipel und die Inselen wie gesagt, die wir sehen, wir fahren bereits in der ersten Nacht schon sehr weit in den Westen des Archipels
00:18:29: Mit einem Schiff.
00:18:29: Das muss man, ich glaube es haben noch gar
00:18:31: nicht... Ja das ist die Call One also ein Schiff, dass ungefähr so dreißigvierzig Leute an Bord hat mit der Besatzung.
00:18:41: Das ist eine sehr intime Kreuzfahrt weil wir also eine vergleichsweise kleine Gruppe sind von der aus dann man schnorcheln kann und von der Aus man mit Schlauchbooten dann an Land geht oder vom Schlauchtboot aus Schnorchel.
00:18:59: Und wir gehen also in der ersten Nacht mit diesem Boot von dem zentralen Flughafen auf der Insel Baltra, nördlich von Santa Cruz.
00:19:07: Santa Cruz ist die Hauptinseln mit dem großen Hafen Porto Ayora.
00:19:11: da findet so auch der Haupttourismus statt und das Ganze wird über zwei Flughäfen gemacht einer wie gesagt Baltra auf dem wir landen das eine ehemalige amerikanische Militärbasis Und es gibt einen zweiten Flughafen, von dem wir dann zurückfliegen in San Cristobal ganz im Osten des Archipels.
00:19:32: Wir starten also im Zentrum von Baltra und fahren dann in den Westen um die Nordspitze von Isabella herum.
00:19:39: Diese Insel Isabella im Westen sieht auf der Karte so ein bisschen wie ein Sehpferdchen aus und wir sind dann am Maul dieses Sehphärtchens.
00:19:49: Wir haben tatsächlich das Phänomen auf den Inseln, dass jede dieser Inselen die große Isabella dann aber auch Fernandina, die noch weiter im Westen liegt.
00:20:00: Die durch den aktiven Vulkanismus jetzt immer noch geprägt wird.
00:20:04: vor ein paar Jahren waren wir da.
00:20:06: Da konnten wir die Insel nicht betreten weil es ist gerade Romorte.
00:20:10: Wir sahen am Horizont so einen roten Schein von von den Vulkanausbrüchen.
00:20:15: Ich hätte mir das so als geologisch interessierter Biologe natürlich noch ein bisschen spektakulärer, wie wir das von Hawaii kennen vorgestellt haben aber dann wäre die Reise vielleicht abgebrochen werden müssen.
00:20:26: also insofern war es ganz gut.
00:20:28: Aber man sieht, wenn man da über Lava läuft eben noch wirklich genau wie diese Inseln entstehen.
00:20:33: und tatsächlich ist es so jede dieser Inselen hat einen ganz eigenen Charakter.
00:20:38: Es gibt kleinere Insel die liegen dann ein bisschen schräg.
00:20:41: Da ist die Platte so ein bisschen gekippt.
00:20:43: Da gibt's einen Steilabhang nach Südwesten.
00:20:46: Da kommt der Süd-West Passat mit einer kalten Meereströmung angetrieben auch so ein Nieselregen heranbringt.
00:20:54: Der steigt an den größeren Insel aufregnet sich ab.
00:20:58: An den anderen geht da drüber, ohne dass man das richtig merkt.
00:21:01: Wir sind ja unter dem Equator in den Tropen.
00:21:04: Es ist also ständig warm und wir waren jetzt gerade vor wenigen Wochen oder Tagen da.
00:21:11: Das sollte eigentlich Regenzeit sein es war sehr trocken der Regen ist ausgeblieben Und das prägt alles.
00:21:17: Also die Meeresströmung Der Regen ob er da ist oder nicht während der Trockenzeit Das präght alles und auch wie hoch Die Insel ist dass jeweilige Gesicht dieser Inseln, die dadurch eben je nach Größe und Lage sehr unterschiedlich sind auch eine unterschiedliche Vegetation haben.
00:21:37: Und eben auch sehr unterschiedliche Tierarten und Tierformen haben.
00:21:42: also es gibt solche zum Beispiel die See Löwen die eben durch das Meer charakterisiert sind oder Klippenkrappen, die kommen überall vor.
00:21:51: Die sind auch überall gleich aber schon bei den Meeresleguaren, bei den Landleguarn, bei dem Riesenschildkröten, bei Spottrosseln und bei den Finden.
00:22:01: dann sehen wir etwas was Darwin eben auf den ersten Gedanken einer Veränderung der Organismen gebracht hat.
00:22:08: Da konnte sich gar nicht vorstellen dass diese Inseln die in Sichtweite voneinander liegen und alle irgendwie gleich aussehen das sind so vulkan geprägte trockene Inseln.
00:22:20: dass die also nun jeweils auf den einzelnen Inseln unterschiedliche Arten haben sollten.
00:22:25: Und das ist eine zentrale Beobachtung gewesen für seine Theorie, er hat eben dann gesagt diese Arten verändern sich je nachdem in Anpassungen an die einzelne Insel und deswegen auch Naturlaboratorium.
00:22:38: Das kann man mustergültig auf diesen Inselen sehen und es sieht auch jeder der Aufmerksam da Seine Fotos von den Tieren machter sieht ah diese Sportrossel An der Seite ist das Brustgefieder viel brauner gefärbt, die andere, die wir gestern auf der anderen Insel gesehen haben.
00:22:56: Die war ja viel weißer.
00:22:58: und man sieht es bei den Darwin-Finken dann sieht man ah er hat auch einen viel klobigeren Schnabel als den, den ich heute auf den Kaktänen gesehen habe.
00:23:06: Und plötzlich werden die Reisenden eigentlich auch so ein bisschen natürlich angeleitet durch die Vorträge Werden sie selber zu entdeckern auf den Spuren von Darwin und entdecken dass jede dieser Inseln Obwohl sie so dicht beieinander liegen in diesem Archipel wieder etwas... eigenes sind.
00:23:23: und insofern ist das ischgalapagos eigentlich so ein begehbares leerbuch der evolutionen.
00:23:30: Und da spielen natürlich dann auch die riesenschildkröten, die man sieht eine ganz große rolle Die man sofort erkennt.
00:23:36: Sie haben ne sattelform.
00:23:37: Wenn sie den hals auf einer trockenen insel weiter nach oben bringen müssen Dann hilft ihnen diese sattelform weil die so aufgewölbt ist.
00:23:45: oder auf anderen inseln wo viel gras wächst aus santa cruz zum beispiel Wo die denn heils gar nicht nach oben machen müssen?
00:23:51: Da ist viel weiter kuppelförmig.
00:23:55: Also solche Unterschiede sieht man und das ist vielleicht das Faszinierende, wir beobachten ja auf vielen Inseln, das sind halbes Dutzend Inselen die wir ansteuern da sieht man eben dann doch auch wieder immer mal wieder kleinere feindere Unterschiede die eben tatsächlich in der Evolution auch den entscheidenden Unterschied machen.
00:24:13: Ja Wahnsinn total interessant.
00:24:16: bitte.
00:24:17: Ich glaube, Sie haben da auch gerade noch nebenbei ein ganz wichtiges Thema angesprochen.
00:24:21: Die Größe der Schiffe.
00:24:23: Es gibt alle... möglichen Schiffsgrößen in und um Galapagos herum, wobei das glaube ich nach oben hin auch da gibt es ein Limit.
00:24:32: Aber je kleiner das Schiff desto besser ist.
00:24:35: dieses selbst entdecken und herausfinden und so ein bisschen auf so Forscherpfaden wandeln glaube ich möglich.
00:24:42: Ich war mit der Galaxie Sirius unterwegs.
00:24:45: Da waren eine maximale Anzahl von sechzehn Gästen drauf die an Land eben in zwei Achtergruppen geteilt wurden Und man hat doch nochmal andere Möglichkeiten, dann tatsächlich mit den kleinen Schiffen.
00:24:54: Also es gibt meines Wissens Schiffe bis zu hundert vielleicht sogar überhundert Passagiere die darum schippern und auf den kleineren Schiff man doch noch mal eine andere Möglichkeit da auf Entdeckung zu gehen.
00:25:05: deswegen finde ich das ganz wichtig dass sie das gerade nochmal angesprochen haben.
00:25:07: Ja das ist ein ganz zentraler Aspekt der ist tatsächlich auch wichtig.
00:25:12: Ich glaube bei Galapagos tut man sich überhaupt keinen Gefallen.
00:25:16: erstens Wenn man den landbasierten Tourismus macht, das gibt es inzwischen ja auch.
00:25:20: Das hat auch dramatisch gerade zuzugenommen viele Ecuadorianer die natürlich auch sich diese vielen teuren Luxusreisen häufig gar nicht leisten können.
00:25:33: Den will man das natürlich auch ermöglichen.
00:25:35: aber man muss sagen Das geht dann eben meistens von Porto Ayora oder von San Cristobal aus.
00:25:41: Inseln, Orte die wir eigentlich bei der Reise eher meiden weil wir die Gelegenheit haben mit diesen kleinen Schiffen eben auch in entlegenere entferntere Besucherplätze zu fahren.
00:25:54: und da muss man sagen der Nationalpark hat diese Strategie vor ungefähr zehn Jahren geändert.
00:25:59: ich bin ganz am Anfang auch noch mit Isabella II unterwegs gewesen.
00:26:04: das war ein etwas größeres Schiff.
00:26:05: also größer heißt Es gibt auch Schiffe bis zu hundert.
00:26:12: Sie werden nie große Kreuzfahrtschiffe im Archipel sehen, wie sie übrigens Überhaupt keine Segler, die nicht von außerhalb kommen.
00:26:22: Also man darf sich das nicht so vorstellen.
00:26:24: wir sind ja hier tausend Kilometer schon im Pazifik unterwegs und wenn man das aus anderen Pazifikhäfen kennt dann denkt man immer dass ist toll ein Paradies für Segler die da im Archipel unterwegs sind.
00:26:38: Durch die strengen Naturschutz auf Lagen wird es auch den Privatsäglern so derartig schwer gemacht und es ist auch sehr, sehr teuer.
00:26:46: Man muss auch Vorkehrungen am Boot treffen einfach um die Natur zu erhalten, um dann nicht Dinge reinzuschleppen sodass dieser Tourismus mit der organisierte Tourismus auf kleinen Expeditionen schiffen wirklich die beste Art und Weise ist sie Inseln zu entdecken.
00:27:02: das sind tatsächlich kleine Gruppen auf ein Schlauchboot eine Panga Die Gruppen, mit denen wir dann auch an Land sind nicht.
00:27:12: Und der Nationalpark achtet darauf dass vormittags und nachmittags immer nur wenige Schiffe und weniger Ausflugsgruppen überhaupt an den Landungsplätzen sind sodass man tatsächlich diese Natur, die Tiere für sich hat.
00:27:29: Man will einfach verhindern dass da Massen sozusagen durchgeschleust werden und das macht es natürlich ganz wunderbar auch möglich so für sich selber im Rahmen der geführten Gruppe Entdeckungen zu machen.
00:27:44: Geführt heißt hier jede Gruppe die auf den Schiffen unterwegs ist also immer so sechzehn Reisende sind mit einer Nationalparkführer bzw.
00:27:56: eine Nationalpark-Führerin unterwegs, die bleiben an Bord und geben auch den Gästen ein wunderbares Briefing über die einzelnen Landungspunkte.
00:28:05: da geht es also darum ist das eine wetlanding eine nasse Landung eine trockene Landung?
00:28:09: dann weiß man welches Schuhwerk man anziehen muss braucht man Wanderschuhe oder reichen Flip Flops weil man nur am Strand unterwegs ist?
00:28:17: Und diese Einführung und auch was man ein besonderes sehen kann worauf man achtet, das erzählen einem die Naturführer bei jedem dieser Landgänge.
00:28:25: Dann ist man tatsächlich an einer kleinen Gruppe, zwölf maximal sechzehn Leute an Land unterwegs und das macht es natürlich ganz wunderbar.
00:28:33: erstens können wir viel besser den Naturführern aber ich selber auch mit mir den Gästen unterhalten.
00:28:39: Was ist das Besondere?
00:28:40: Was beobachtet man gerade?
00:28:42: Und man geht da also nicht mit einer großen Gruppe in einer langen Kolonne über die Insel, sondern kann wirklich auch noch.
00:28:51: das hat so ein bisschen wie wenn auch Illusion, dass man da eben wirklich eine Forschungsexpedition macht und das hatten ganz eigenen Charakter auf den Inseln.
00:29:01: Ja
00:29:02: großartig!
00:29:04: Wow, in Anbetracht der Zeit.
00:29:06: Ich würde noch zwei Fragen gerne stellen und die eine hat auch ... Da geht mit dem einher was gerade berichtet wurde, grade auch mit Blick auf Naturschutz.
00:29:15: Lara du hast am Anfang gesagt als ihr da dann am Strand seid gewesen seid und dann die Tiere beobachtet habt gesehen habt nah wie möglich kommt man den Tieren ran.
00:29:24: das haben sie ja auch gesagt Herr Glaubrecht.
00:29:26: darf man denn da einfach so rumlaufen?
00:29:29: Also geht das kann man sich das so vorstellen
00:29:33: Auf den Inseln kann man sich natürlich frei bewegen.
00:29:38: Wir laufen mit dieser Gruppe am Strand oder gehen über die Inselen, das sind aber abgesteckte Wege.
00:29:45: Es hat auch einen ganz wichtigen Aspekt.
00:29:48: Galapagos ist durch die Vegetation, durch die Lavafelder an sich unwegbar und man braucht ein Trampelfahrt, man braucht einen Weg der das auch geeignet macht.
00:30:00: wir können dadurch auch etwas ältere Reisende ohne Probleme sozusagen überall mit hinnehmen.
00:30:09: Man hat natürlich dann die Möglichkeit Das ist nicht gegeben, dass man also einfach so für sich über die Inseln streucht.
00:30:18: Das ist tatsächlich auch nicht gewünscht und nicht gewollt.
00:30:22: Man bleibt schon in der Gruppe aber in der gruppe entdeckt man eben an den Landungsplätzen immer wieder sehr unterschiedliche Tiere.
00:30:29: Und man muss auch sagen es ist fast egal wo man da jetzt hingeht.
00:30:33: Die geführten Gruppen sind schon an den besten Plätzen.
00:30:37: Da wo die Seelöwen ihre Ruheplätze haben Fregatvögel brüten, wo wir auch die besten Beobachtungsmöglichkeiten für Blaufoos-Tölpe zum Beispiel haben.
00:30:49: Oder im Strandbereich auf den Lava-Felsen, wo sich die Meeresexten aufwärmen.
00:30:55: Also man geht schon zu den Hotspots und zu den Highlights dieser Touren.
00:31:01: Das sind eben ausgewählte Plätze und auf denen kann man sich innerhalb der Reisegruppe frei bewegen.
00:31:10: Und das ist schon sehr gut dass der Nationalpark darauf achtet denn es ist eine Gratwanderung.
00:31:16: Wir versuchen hier ein Tourismus Wirklich empfindlichen Inseln, die haben kein Süßwasser.
00:31:22: Die haben auch keine großen Möglichkeiten der Nahrungsversorgung.
00:31:28: für die über dreihunderttausend Touristen, die das kurz nach den Corona Jahren zum ersten Mal gegeben hat müssen sämtliche Verpflegungen auf den Schiffen dort hingebracht werden.
00:31:41: Das hat also ganz viel Frachtverkehr, zieht es mit sich oder bringt das mit sich und das zieht Gefahren nach sich, dass dann eben Brombeerbüsche oder vieles andere auf Galapagos eingeschleppt wird.
00:31:55: Der Nationalpark probiert auf der einen Seite völlig richtig, weil man nur durch den Tourismus Galapagos überhaupt als so ein Paradies wird erhalten können.
00:32:06: Man muss sich vorstellen da gibt es natürlich wie überall auf der Welt auch andere wirtschaftliche Interessen und Nutzung.
00:32:12: Man hat es aber geschafft auch im Meer Schutzgebiete zu schaffen.
00:32:16: die Fischerei ist nur für die Einheimischen in geringem Maße möglich sonst gibt es keine Nutzung.
00:32:23: Und das ist ja ein einmaliger Fall, den kennen wir vielleicht aus den großen Nationalparks und Naturschutzreservaten in Afrika und da ist es ja ähnlich nur durch die Reisenden, die eben an der Natur Spaß haben, die sich dafür interessieren.
00:32:38: Durch diesen Tourismus, der ja dann den heimischen Bewohnern zugutekommt, ist es überhaupt möglich hier dieses Delikate Gleichgewicht aufrecht zu erhalten zwischen Nutzungen also touristischer Nutzung und zur Verfügung Stellung und dem Schutz der Tiere und der Pflanzen auf diesen delikaten Inseln.
00:32:58: Und ich beobachte das jetzt seit zehn Jahren sehr interessiert, und ich muss sagen bisher gelingt es Ecuador Nationalparkverwaltung sehr gut, trotz der Zunahme des Tourismus hier so eine Gratwanderung zu betreiben und ich bin sehr gespannt wie sich das weiterentwickelt.
00:33:14: Aber ich bin guter Dinge die haben das sehr gut im Griff und sind da auch Vorreiter wie man eben beides unter einen Hut bringen kann.
00:33:22: bis er hat es ganz gut funktioniert.
00:33:25: Ja das ist doch vielversprechend toll!
00:33:27: Letzte Frage gab es in den letzten zehn, fünfzehn Jahre eine Tierbegegnung.
00:33:32: Ich weiß, eine fiese Frage aber die hin besonders im Kopf geblieben ist.
00:33:35: wahrscheinlich könnte mir jetzt auch noch mal dreißig Minuten sprechen.
00:33:37: Aber gibt es eine an diese sich besonders erinnern?
00:33:41: also Mir ist noch nie so klar geworden, wie brutal natürliche Selektionen sind.
00:33:47: Und zwar nicht weil wir hier ein Kampf haben blutig bis auf das Messer und sich irgendwelche gefährlichen Tiere miteinander ins Zeug legen.
00:33:59: Wir sehen natürlich Interaktion Aber was mir besonders in Erinnerung geblieben ist auch Fernandina am Strand oder an der Felsküste Das war eine Meeresechse, die so halb im Wasser, halb an Land war und dort in der Gezeitenzone, die durch die Eppetrockengelichte oder trocken gefallene Pflanzendecke.
00:34:24: Das waren grüne Ulva-Grünalgen, die abgefressen hat.
00:34:31: Man muss sich das vorstellen!
00:34:32: Wir haben eine kalte Meeresströmung, das sind siechzehn, siebzehn Grad und einem Wärmeliebende.
00:34:38: Sonnenliebende Echse begibt sich in dieses kalte Wasser.
00:34:42: Die machen das nicht nur, indem sie da am Rand diese Algen abknabbern sondern die sind unter Wasser und man kann sie auch unter Wasser beim Schnäucheln beobachten.
00:34:50: Die hängen dann ein paar Meter Wassertiefe und fressen dort Und es ist schon eine brutale Auslese, die dazu geführt hat dass auf diesen vegetationsarmen trockenen Inseln diese Leguane, die einmal baumbewohnend waren und laubfressend waren.
00:35:08: Dass sie sozusagen durch die Selektion, durch die Auslese während ihrer zehn Millionen Jahre Evolution ins Wasser gezwungen wurden.
00:35:17: Es gab also einen Zweig der.
00:35:19: aus dem haben sich die Landleguane entwickelt.
00:35:22: Die sitzen unter einer Kaktee und warten darauf, dass da so eine Feigenkaktee runterfällt von der sie sich dann ernähren können.
00:35:30: Und die anderen, die nicht zu Fressen gefunden haben, die haben sozusagen ihr Heil im Meer gesucht und mir es in Erinnerung den überhaupt zuzusehen.
00:35:38: man kann das in der Theorie alles immer in Büchern lesen aber wenn Sie das dann sehen und denken Mensch Kameraden also Ihr habt's wirklich schwer weil die natürlich wirklich... Das ist eben kein Paradies für die Tiere.
00:35:50: Die sind eben diesen ungeheuer, starken Umweltdrücken ausgesetzt gewesen an die sie sich über Jahrmillion angepasst haben und es ist die einzige mehr schwimmende und sich unter Wasser ernährende Meeresechse der Welt entstanden.
00:36:06: Dann sieht man in der Sonne wie Sie sich dann wieder aufwärmen schwarze Tiere auf schwarzen Lavafelsen und dann spucken diese ab und zu das Salz was sie mit der Nahrung aufgenommen haben über ihre Nasenlöcher raus.
00:36:19: also aber ich glaube auch für alle anderen Reisenden ist das schon sehr faszinierend so was zu sehen und bei den Vorträgen versuche ich natürlich den Leuten klarzumachen.
00:36:28: Das sind die ältesten Bewohner der Inseln, die waren schon da als ein Protugalapagos entstanden ist vor zehn Millionen Jahren.
00:36:38: Das erstaunliche ist ja die ältesten Inseln, die wir heute sehen sind drei Millionen Jahre oder vier Millionen Jahre alt Die Meeresexten, die sind schon vor zehn Million Jahren entstanden.
00:36:46: Es gab nämlich bei oder da wo Heute Galapagos ist schon andere Insel, die inzwischen längst im Meer vergangen sind.
00:36:54: Also insofern all das kann man sehen wenn man solchen Meeresexen auf Fernandina zum Beispiel zusieht
00:37:01: Hochgradig ... spannend hochgradig auch einzigartig.
00:37:05: Total schön, dass wir das jetzt hier von Ihnen... ... beigebracht bekommen haben nochmal erlebt und auch so wunderbar erzählt bekommen haben.
00:37:13: Herr Glaubrecht vielen Dank dafür!
00:37:15: Ich habe es schon mal nach ein paar Minuten gesagt ich könnte ewig zuhören.
00:37:19: Das wiederhole ich gerne noch einmal Und das kann man ja dann auch wenn man sie auf der Reise erlebt.
00:37:25: Wir packen den Link in die Show Notes
00:37:27: Dann können
00:37:28: nochmal alle Interessierten dort genauer naff verfolgen, was dann der Reiseverlauf ist.
00:37:33: Vieles haben wir besprochen.
00:37:34: Einiges gibt's da nochmal dort nachzulesen und auch Fragen könnt ihr euch jederzeit melden podcastadwindrose.de.
00:37:42: Ich freu mich drauf.
00:37:44: wenn ich zum ersten mal auf die Galapagos Insel darf steht bei mir ganz oben auf der Bucket List.
00:37:49: Sehr gern!
00:37:49: Ihr beide seid ja schon da gewesen.
00:37:52: Sehr gut viel.
00:37:53: vielen Dank Herr Glaubrecht.
00:37:54: alles Gute und Lara bis bald machen sie es gut tschau tschüss.
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